Tomatenmark – selbst gemacht

So eine riesige Howard German hatte ich noch nie. Wiewiel sie gewogen hat, weiß ich nicht, aber sie hat einen ziemlich großen Anteil an dem neuen Ketchup, der schon in Flaschen gefüllt im Keller steht. Heute habe ich wieder ca. sechs Kilo Tomaten geerntet. Die Sorten, die man zum Kochen nehmen kann (Howard German, Andenhorn und Roma sowie eine mir unbekannte Sorte von Fleischtomate) habe ich am Wochenende zu Tomatenmark verarbeitet. Dieser erste Versuch, selbst Mark herzustellen, ist sehr gut geglückt. Ich hatte nicht gedacht, dass es so einfach ist. Jetzt brauche ich auch das nicht mehr zu kaufen…

Und so habe ich es gemacht:

  • Tomaten (ca. 2 Kg) in eine Schüssel legen und mit kochend heißem Wasser übergießen. Einige Minuten warten, bis die Haut platzt. Das Wasser abgießen und die Früchte mit kaltem Wasser abschrecken.
  • Haut abziehen, Tomaten in etwa gleich große Stücke schneiden.
  • In einen Topf geben und etwa 90 Minuten köcheln und eindicken lassen. (Ich habe so lange gewartet, bis das  Volumen sich um die Hälfte reduziert hatte.)
  • Ein Sieb mit einem Tuch auslegen und über eine Schüssel oder einen Topf stellen. Tomatenmasse hineingeben, Tuch zuknoten und über Nacht den Saft abtropfen lassen.
  • Am nächsten Tag den aufgefangenen Saft in eine Kanne gießen und kühl stellen, falls man ihn trinken oder noch zum Kochen verwenden will. (Ich habe es so gemacht, denn mir war der Saft zum Weggießen zu schade.)
  • Das Mark in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab pürieren. Dann wird die Masse noch sämiger.

Das pürierte Tomatenmark kommt in kleine Gefrierdosen.

  • Danach habe ich das Mark in kleine Gefrierdosen gegeben. Etwa 80 Gramm passten in eine solche Dose hinein.
  • Man kann es auch in Gläser mit Schraubdeckeln füllen und diese im Backofen (in einer mit Wasser gefüllten Fettpfanne) oder im Einkochautomaten bei 85 Grad erhitzen und so haltbar machen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Tschüß und bis bald

Christina

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Mayonnaise in zwei Minuten

Mein Mann macht seit einiger Zeit die Mayonnaise selbst, die wir besonders an Grillabenden oder zum Raclette benutzen. Das geht ganz einfach und man hat keine Zusatzstoffe drin, die sonst in gekaufter Mayo sind:

Man braucht:

  • ein hohes, schmales Gefäß
  • einen Pürierstab
  • ein Ei
  • 200 ml Öl (am besten ein neutrales: Sonnenblumen oder Rapsöl)
  • einen Teelöffel guten Senf
  • etwas Salz und Pfeffer (wer möchte, kann noch Kurkuma hineingeben)
  • einige Spritzer Zitronensaft

Der Pürierstab sollte am besten gerade so in das Gefäß passen. Alle Zutaten sollten etwa die gleiche Temperatur haben, dann wird die Konsistenz der Mayonnaise perfekt.

Die Zutaten in den Rührbecher geben. Erst das Ei, dann das Öl und dann Senf und Gewürze.

Den Pürierstab vorsichtig auf den Grund des Gefäßes setzen, dann erst anschalten. Wenn sich die Zutaten langsam vermischen, langsam den Stab nach oben ziehen.

Guten Appetit!

Noch ein Tipp: Weil diese Mayo frei von Konservierungsstoffen ist, sollte man sie möglichst sofort verbrauchen.

Bis bald und tschüß

Christina

 

Neues Zierbeet ohne Giersch

Dieses Foto ist etwas älter. Es zeigt das neue Zierbeet am Zaun neben der schwarzen Johannisbeere. Dort wuchs besonders viel Giersch und die alten Bartiris-Stauden waren großteils von Erdflöhen durchbohrt. Ich grub also den Giersch aus und zog die Wurzeln dieses grässlichen Zeugs zwischen den Irisknollen heraus. Die Knollen, die noch heil waren, sollten wieder ins Beet. Nach der Grabeaktion bedeckte ich das Beet (ich hatte es schon einmal erfolglos mit dicken Papierlagen und Steinen abgedeckt) mit einem Unkrautvlies, stellte dicke Sand- und Feldsteine an die Ränder und schüttete neue Erde auf. Dazu mischte ich alte Gartenerde mit Kompost.

Das so entstandene neue Beet bepflanzte ich mit den Bartiris, einigen Taglilien, die bislang in Töpfen wuchsen und einigen neu gekauften Pflanzen. Unter anderem dabei ist ein Lampenputzergrad, drei kleine Bodendeckerrosen, ein Löwenmäulchen und eine Salvia. Außerdem setzte ich noch zwei Fetthennen dazu, die ich das Frühjahr über aus Kopfstecklingen von alten, Giersch-verseuchten Exemplaren gezogen hatte (auf dem Foto sind sie noch in einer flachen Schale neben dem Beet zu sehen). Inzwischen ist alles gut eingewachsen. Aber die Lücken zwischen den Pflanzen müssen noch kleiner werden, die Vogelmiere macht sich schon wieder breit. Also werde ich demnächst noch mehr Bodendecker kaufen.

 

Bis bald und tschüß!

Christina

Die Dürre hat kein Ende

Seit zwei Monaten habe ich hier nicht mehr berichtet, wie es im Garten aussieht. Aber ich muss auch sagen, dass mir das wohl keine Freude gemacht hätte. Es hatte seit Himmelfahrt Mitte Mai nicht geregnet, alle unsere Wasservorräte (immerhin 8000 Liter) haben wir aufgebraucht und müssen nun seit einigen Wochen mit Leitungswasser gießen. Der Rasen und einige Pflanzen haben sehr gelitten. Schön sieht der Garten eigentlich nicht aus, es herrscht stellenweise schon Herbststimmung. Zwar hat es vor zwei Tagen geregnet, aber die 7 Liter pro qm reichen natürlich bei Weitem nicht. Nur einzelne Blüten sind noch zu sehen, wie die am Enzianstrauch. Und die Ernte ist insgesamt auch eher mittelmäßig.

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Sitzplatz abgeschirmt

Unser neuer Sitzplatz am Kräuterhochbeet ist zwar gerade richtig für zwei Personen, lag mir aber zu offen da. Deshalb haben wir am Wochenende einfach einen Sonnenschirm in einer Ecke installiert. Wenn man den aufspannt, kann man unbeobachtet den Kräuterduft und den Anblick der Blüten von (derzeit) Schnittlauch und Thymian genießen.

Hinterm Kräuterbeet lässt sich zu zweit ein Abenddrink genießen.

 

Tschüß und bis bald

Christina

 

Ritterstern strahlt

Wie immer blüht mein Ritterstern jetzt im Frühsommer und nicht im Winter. Aber das ist wohl in diesem Fall normal. Denn ich habe zwar die Zwiebel im Herbst wohl zu hell gestellt, so dass die keine richtige Ruhezeit hatte und im Winter nicht geblüht hat. Aber dann habe ich eben immer weiter gegossen und gedüngt, damit sie neue Blätter schiebt. Und jetzt hat sie eben auch einen Blütenstängel geschoben. Nachlesen, wie das geht, kann man das hier.

Tschüß und bis bald

Christina