Zimmergärtnern: Pflanzen im Glas

Das wollte ich schon immer mal probieren: Pflanzen in ein Glas setzen. Nachdem ich das Buch „Pflanzen unter Glas – stilvolle Ideen für Pflanzen-Terrarien, Kokedama und Wassergärten“ von Alyson Mowat gelesen hatte, kaufte ich mir dieser Tage drei Mini-Sukkulenten, um das Ganze anzugehen. Aber so einfach, wie angenommen, war es dann doch nicht. Obwohl: Am Ende bin ich jetzt mit dem Ergebnis zufrieden. Hier zeige ich Euch, wie ich vorgegangen bin:

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Unser erster Obst-Wein

Bevor ich hier erzähle, dass wir erstmals im Spätsommer/Herbst Obstwein produziert haben, wollte ich sicher sein, dass er auch schmeckt. Jetzt ist es so weit. Wir haben vor einer Weile die erste Flasche probiert und sind zufrieden. Basis waren Mirabellen, von denen es im letzten Sommer ja eine wahre Schwemme gegeben hat.

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Wintersalat mit Winterportulak

Das Wetter ist grauslig, es regnet viel,  und der Himmel ist fast immer grau. Der Wassermangel, den der Dürresommer hinterlassen hatte, dürfte mittlerweile ausgeglichen sein. Im Gewächshaus warten die Pflanzen auf mehr Licht, gießen muss ich derzeit kaum. Alle zwei Wochen mache ich mal einen Kontrollgang, manchmal schneide ich frischen Rosmarin für die Küche. Die eingelagerten Endivien sind inzwischen verbraucht. Und die Rote Bete, die bis kurz nach Neujahr noch auf dem Hochbeet waren, habe ich rausgezogen und in einer Wanne im Keller eingelagert. Der ist frostfrei, dunkel und kühl. Ideal also zum Lagern von Obst und Gemüse. Vor einigen Tagen habe ich von den einzigen Pflänzchen, die jetzt noch auf dem Hochbeet unter Vlies wachsen, etwas für einen Salat abgeschnitten: Winterportulak.

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Folie und Vlies gegen den Frost

Ein bisschen wie in den Alpen mutet unser Gewächshaus nun an. Steine und Holzlatten halten die Noppenfolie am Platz, die wir in diesem Jahr von außen angebracht haben. Von innen ging es nicht mehr, weil wir im Gewächshaus sozusagen eine zweite Etage eingezogen haben. Zumindest in einem Teil des Hauses.

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Borretsch, der Unverwüstliche

Zu den vielen Kräutern, die in meinem Garten (nicht nur auf dem Kräuterhochbeet) wachsen, gehört seit einigen Jahren auch der Borretsch. Die blauen, sternförmigen Blüten gefallen nicht nur Bienen und Hummeln, sondern schmücken auch einen frischen Salat. Sie schmecken deutlich nach grüner Gurke. Deshalb lautet wohl auch ein weiterer Name dieser Pflanze Gurkenkraut.

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Ringelblume bringt Farbe aufs Kräuterbeet

Ihr lebhaftes Orange sorgt für Sonne auf dem Kräuterbeet, auch wenn diese gar nicht scheint. Die Calendula officinalis, so der botanische Name, ist auch eine Heilpflanze und wird vor allem für Salben und Tinkuren benutzt. Diese setzt man vor allem gegen Entzündungen ein, weil die Pflanze einen fördernden Effekt auf die Wundheilung hat. Welche Inhaltsstoffe dafür sorgen, ist allerdings noch nicht klar. In meinem Garten habe ich sie in diesem Jahr auf dem Kräuterhochbeet ausgesät.

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Kronenwucherblume

Weil auf dem neuen Kräuterhochbeet, das wir im April/Mai gebaut hatten, noch so viel Platz war, hatte ich den Inhalt einger alter Saatguttüten mit Einjährigen, die laut Beschreibung essbar sein sollten, auf die freien Stellen gegeben. In der Mischung war auch die Kronenwucherblume, die ich bis dato gar nicht kannte. Botanisch heißt sie Glebionis coronaria und gehört zu den Korbblütlern.  Weitere Namen sind: Garland-Chrysantheme, Salatchrysantheme oder Speisechrysantheme.

Die Saat lief ingesamt nicht so leicht auf, was wohl vor allem mit der Hitze und der Trockenheit zu tun hatte, die den ganzen Sommer über herrschte, und weniger mit dem Alter der Samen.

Wenn man die Speisechrysantheme tatsächlich in den Speiseplan einbeziehen möchte, kann man sie auch alle drei Wochen satzweise wie Salat säen. Sie braucht feuchte, nährstoffreiche, komposthaltige Erde. Aussaatzeit ist vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätsommer. Allerdings war es gut, dass ich die Blüten erst einmal nur den Bienen überlassen habe, denn wie ich jetzt im www herausgefunden habe, macht heißes Wetter die Blätter bitter. Normalerweise haben die rohen Blätter einen pikant herben Geschmack und passen für Salate und andere frische Speisen. Man kann das Kraut wie Persilie verwenden oder sie laut wildfind.com auch als Gemüse essen.

Die Pflanze stamm aus dem Mittelmeerraum und besiedelt dort in großen Mengen so genannte Ruderalflächen. Sie vermehrt sich durch Selbstaussaat. Die Kronenwucherblume wird 30 bis 50 cm hoch und blüht gelb bis gelb-weiß von Juli bis August. Sie möchte einen sonnigen Standort haben.

Ich bin gespannt, ob sie im nächsten Jahr wieder auf dem Kräuterbeet auftaucht.

Bis bald und tschüß!
Christina