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Bitterer Limoncello


Ja, so ist das, wenn man Rezepte nicht beachtet oder vereinfachen will. Manchmal geht das schief. Unser Limoncello ist leicht bitter geworden. Weil ich nicht glauben wollte, dass man nur die Schalen verwendet statt der ganzen Frucht.

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Zum Fressen gern…


… hat offensichtlich irgendein Krabbeltier meinen selbst gezogenen Basilikum. Fünf Wochen (!), nachdem ich ihn ins Haus gestellt habe, komme ich Freitag früh in die Küche und erblicke dieses abgefressene Ding. Aber den Übeltäter habe ich immer noch nicht gefunden. Wenn das so weitergeht, muss ich den Basilikum auf den Kompost geben😦.

Bis bald

Christina

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Jörgs Garten in Zebbug


Der Künstler Jörg Böttcher lebt seit langen Jahren auf Gozo in dem kleinen Ort Zebbug und betreibt dort seine Farmhouse Gallery, Wir haben ihn 2012 kennen gelernt und ihn dieses Jahr erneut besucht. Eigentlich wollten wir gar nicht sooo lange bleiben, aber mit Plaudern und Diskutieren verging der Nachmittag  mit ihm wie im Flug und so mussten wir uns regelrecht beeilen, noch ein Werk für unser Zuhause auszusuchen, damit nicht der x. Bus  ohne uns zurück an die Küste fuhr.

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Das Zuhause des Malers und Fotografen, der aus Berlin stammt und Autodidakt ist, kann ich eigenlich mit Worten gar nicht passend beschreiben. Ein wirklich altes Farmhaus mit Erdgeschoss und 1. Stockwerk, oben ein Flachdach und eine große Terrasse, unten ein Hof hinter hohen Mauern, die in den heißen Sommern willkommenen Schatten spenden. Drinnen original alte Fliesen auf dem Küchenfußboden und viele kleine Nischen in den Räumen, in denen er seine Werke zeigt. Das sind die Äußerlichkeiten. Ein Ort zum Ankommen wird es für mich erst durch das weltoffene und gastfreundliche Wesen von Jörg. Die Atmosphäre ist so einladend, dass man sich als Besucher sofort an den großen Tisch im Hof setzen und am liebsten nicht mehr aufstehen möchte.

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Zwischen den Mauern, die das Grundstück begrenzen, und dem Haus ein Gang, den Jörg zu einem Garten gestaltet hat, der auf Gozo sicher sehr ungewöhnlich ist. Es gibt zahlreiche Stauden, Sukkulenten (im Beet und auch in Töpfen) sowie einige hohe Bäume. „Meine Nachbarn haben mit dem Kopf geschüttelt: So viele Pflanzen, die brauchen doch viel zu viel Wasser“, erzählt er. Aber für ihn habe fest gestanden, dass er ohne Pflanzen nicht sein könne, als er 1992 für immer nach Gozo kam, sagt er.

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Wasser ist ein großes Thema auf Gozo. Denn es gibt viel zu wenig davon. Es gibt weder Flüsse noch Seen mit Süßwasser, und die heftigen Regengüsse im Herbst und Winter fließen zu 80 Prozent einfach ins Meer, weil die Erdkrume auf der Insel nicht sehr dick ist. Die Bauern haben meist Grundwasserbrunnen auf den Feldern – obwohl das mittlerweile verboten ist. Früher gab es Zisternen. Aber die müssen gewartet werden. Undr Gärten am Haus waren sogar lange Zeit verboten. Obwohl jedes Haus eine Zisterne haben muss. Das gilt auch heute noch. Viele Bauherren scheuen jedoch die Kosten dafür… Nun ja, das alte Farmhaus hat eine Zisterne.

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Die Kaktusfeige oder Opuntie findet man überall auf Gozo und Malta. Einheimisch ist sie dort aber nicht. Die Ritter des Johanniterordens brachten sie mit.

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Und so sorgen Jörgs Pflanzen für ein angenehm kühles Klima. Wer die Tür zu seinem Hof öffnet, atmet auch in der größten Sommerhitze erst mal durch. Die Augen müssen nicht mehr zugekniffen werden, denn die grellen Sonnenstrahlen werden durch das grüne Blätterdach gemildert. Das gefällt auch den Katzen, die meist auf einem Sofa im Hof Siesta halten.

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Jörg stellt seine Bilder im Sommer auch im Hof aus. Angst vor Regengüssen muss er dann nicht haben. Die gibt es nur im Herbst und Winter.

Damit endet die kleine Serie über Gozo. Ich hoffe, sie war interessant für Euch. Und vielleicht treffen wir uns ja mal dort, wer weiß…

Ciao bis bald

Christina

 

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Villa Rundle Gardens


Die Villa Rundle Gärten auf der Insel Gozo in deren Hauptstadt Victoria wurden 1914 von General Leslie Rundle als Ort der Erholung angelegt und nach ihm benannt. Rundle war von 1909 bis 1915 Gouverneur der Insel. Die Gartenanlage ist voll von einheimischen und importieren Bäumen und Sträuchern. Sie stellte eine Oase der Ruhe dar, und wer ein schattiges Plätzchen sucht, ist dort genau richtig. Das Bild oben zeigt den Blick vom oberen Zuschauerrang des Amphitheaters auf den Hauptweg.

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Kaufrausch


Eigentlich brauchten wir nur einen neuen Bodenbelag für unseren Hintereingang. Und vielleicht noch drei Pflänzchen für eine Herbstdeko an der Haustür vorne, dem offiziellen Eingang. Die seht Ihr oben im Bild.

Im Baumarkt angekommen, suchten wir den Bodenbelag aus. Dann trennten sich mein Mann und ich. Er brauchte noch verschiedene Kleinigkeiten, ich machte mich auf den Weg nach draußen, Abteilung Garten. Damit nahm die Sache ihren Lauf.

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Victorianische Pflanzenpracht


Victorianisch – damit meine ich nicht die Epoche, sondern die Art und Weise, wie die Bewohner der Altstadt in Victoria die Gassen und Höfe mit Pflanzen verschönern. Victoria ist die Hauptstadt der Insel Gozo. Die Bewohner nennen die Stadt oft auch Rabat, das ist der ursprüngliche Name. Aber sie wurde einst zu Ehren der englischen Königin Victoria umbenannt. Malta, der Staat, zu dem Gozo gehört, war Teil des British Empire.

Die Sträßchen und Gassen in der Altstadt sind so eng, dass kaum Autos fahren können. Also bleibt mancherorts Raum für die Gestaltung mit Pflanzen. Die Häuser sind in einem Stil erbaut, der eine Mischung aus arabischen und europäischen Elementen ist, und das hat mehrere Gründe. Zum einen standen Malta und Gozo in früheren Jahrhunderten unter dem Einfluss von Phöniziern, Griechen und Römern. Später folgten die Türken. Die Bauweise in den Städten ist nicht zuletzt auch bestimmt durch die Maßstäbe und Vorschriften, die die Briten als passend für ein mediterranes Land empfanden, als sie im 19. Jahrhundert die neuen Kolonialherren wurden. Daher rühren die vielen prächtigen Erker und Balkone, und besonders die Türklopfer und -knäufe sind „very british“.

Bei einem Spaziergang durch Victorias Altstadt kann man immer noch meist älteren Frauen begegnen, die Spitzen klöppelnd vor dem Haus oder in einer schmalen Seitengasse sitzen und freundlich winken: „Come and have a look. Very nice lace…“ Mein Augenmerk galt aber diesmal mehr den vielen Pflanzen, die in Töpfen vor den Häusern oder auf Balkonen stehen.

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Noch ein schmaler Durchgang zwischen zwei Häusern, den zahlreiche Pflanzen zieren.

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Der Kalksandstein, aus dem heute noch die Häuser gebaut werden, wird auch für Pflanzgefäße benutzt. In der Sonne sieht der Kalksandstein honigfarben aus.

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Blick in eine Straße in der Altstadt. Ganz hinten die schmale Lücke ist tatsächlich eine Straße. Sie ist die engste in Victoria, es kann immer nur einer hindurchgehen.

Bis bald und ciao

Christina

 

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Sedum-Nachwuchs


Bevor wir in den Urlaub gefahren sind (das ist jetzt immerhin einen Monat her) hatte ich einen Teil eines Beetes im Garten so weit es möglich war, vom Giersch befreit. Dazu musste ich unter anderem eine Sedumstaude ausgraben und die Gierschwurzeln aus deren Wurzelgewirr herausziehen. Zuvor hatte ich drei Blumensträuße mit Sedum gemacht und diese in Vasen im Haus verteilt. Ich hatte nicht damit gerechnet, sie noch lebend vorzufinden, als unser Urlaub nach zwei Wochen endete.

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