Archiv der Kategorie: Gartengestaltung

Rankgerüst für die Clematis

Die Clematis viticella, die neben dem Erdbeerregal wächst, brauchte jetzt dringend eine Rankhilfe. Der alte Thujastamm, an dem sie bislang hochkrabbelte, hatte sich im letzten Winter verabschiedet. Seine Wurzeln waren nun verrottet, so dass ich den Stamm einfach aus der Erde ziehen konnte. Deshalb holte mein Mann vor einigen Tagen wieder einmal sein Schweißgerät hervor. Meine Idee, einen alten Wagenreifen in das Gerüst einzubauen, erwies sie als nicht so leicht umzusetzen. Denn durch die Verschiedenheit dieses Materials zu den Eisenstangen, die daran angeschweißt werden sollten, war es etwas schwierig, Reifen und Stangen zu verbinden. Letztlich gelang es aber doch, und nun steht das Gerüst im Beet:

In diesem Arbeitsstadium konnte ich noch fotografieren. Bei Stange Nummer zwei und drei musste ich mit helfen, das Gerüst festzuhalten, damit es nicht vom Werktisch rollt. Die Stange ist mit einer Schraubzwinge gesichert, der Reifen steht senkrecht.

Dann folgt das Anschweißen und zum Schluss wird die Schlacke abgeschlagen:

Erst dann sieht man, ob noch Lücken in der Schweißnaht sind.

Die Spitze oben sieht man auf dem Foto jetzt nicht, aber die Enden der Metallstangen sind auch einfach nur zusammengebogen und -geschweißt. Eine zierende Spitze als Abschluss könnte man jetzt noch oben drauf setzen, aber darauf haben wir verzichtet, weil das Gestell ohnehin bald überwachsen sein wird. Beim Einsenken ins Beet musste dann noch der Gummihammer zum Einsatz kommen, damit es tief genug in der Erde steckt.

Und dieses war nicht der letzte Einsatz für das Schweißgerät, denn danach folgte noch ein Rosenbogen… (Anleitung demnächst an dieser Stelle)

Tschüß und bis bald

Christina

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Was lange währt… – das Kräuterhochbeet ist fertig

Eigentlich wollten wir unsere Kräuterspirale schon im vergangenen Herbst abreißen und ein Hochbeet für die Kräuter anlegen. Die Spirale rutschte nach vielen Jahren Standzeit immer mehr in sich zusammen und war auch nicht mehr praktisch, was die Pflege anging. Aber dann kam nach der sommerlichen Jahrhundertflut im Harz (von der wir glücklicherweise verschont wurden, was das Hochwasser angeht) der herbstliche Dauerregen und Kälte. Also verschoben wir das Projekt. Nun haben wir es am ersten warmen Wochenende umgesetzt. Das war zwar schon Ende April, aber an diesem späten Blogbeitrag hat die DSGVO schuld. Wie so viele Blogger hat mich die neue EU-Verordnung zum Datenschutz lange am Bloggen gehindert, weil ich erst einmal recherchieren musste, ob und wie denn mein Blog bezüglich dieses Themas verändert werden muss. Aber nun folgt an dieser Stelle endlich eine Fotogalerie, die die Arbeitsschritte für das neue Beet zeigt.

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Ein Regal für Erdbeeren

Auch im Harzer Garten kommt ein neuer Trend zum Tragen. Im wahrsten Sinne des Wortes: Das Ausgraben des Giersches in der vorigen (und voraussichtlich letzten goldenen) Oktoberwoche hatte nämlich vor allem den Sinn, Platz für Neues zu schaffen. So haben wir ein Regal für Erdbeerpflanzen gebaut, die im kommenden Frühjahr dort in Balkonkästen aufgestellt werden. Und der Trend heißt? Vertikales Gärtnern. Außerdem habe ich gerade am Sonntag noch eine reife Erdbeere von einer Pflanze auf meinem Frühbeet gepflückt. Ein seltener Genuss, denn im Herbst blühen Erdbeeren ja zwar öfter noch, aber reife Früchte… – eher nicht. Und so haben wir das Regal gebaut:

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Irenes Gartenlust im Wendland II

Als wir ins Wendland zur Kulturellen Landpartie fuhren, machten wir wie immer auch Halt bei Irene Gudrian in Küsten, die einen wunderbaren Garten ihr Eigen nennt. Kurz hatte ich ja schon davon berichtet. Heute habe ich weitere Bilder, die ihre hübschen Deko-Ideen, den Garten und die Blumen darin zeigen. Irenes Garten ist während des ganzen Sommers an den Wochenenden zu besichtigen. Und ihr Trödel- und Dekomarkt in der Scheune bietet viel Schönes. (Übrigens: Die Beiträge über ihren Garten sind nicht gesponsert, sondern unentgeltlich von mir verfasst, weil es mir bei ihr so gut gefällt.)

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Irene und ihre Gartenlust im Wendland

Seit einige Jahren besuchen wir regelmäßig die Kulturelle Landpartie im Wendland. Die dauert immer von Himmelfahrt bis Pfingstmontag, dauert also jetzt noch gut eine Woche. Dort kann man an mehr als 100 Wunde(r)punkten zahlreiche Künstler und Kunsthandwerke treffen, ihnen bei der Arbeit zuschauen oder mit ihnen darüber reden sowie an politischen Aktionen gegen Atomkraft und besonders gegen das geplante Endlager in Gorleben teilnehmen,

Abseits dieser Punkte gibt es aber unterwegs auch so manchen Garten zu bewundern. Zwei davon gehören immer zu unserer Reiseroute: Der Garten von Irene Gudrian in Küsten und der Barockgarten von Eva Kohlrusch in Künsche.

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Blumentöpfe: Schöne und nachhaltige Alternativen zu Plastik

Es muss nicht immer der Plastik- oder Tontopf sein. Wenn gerade der Vorrat an klassischen Blumentöpfen erschöpft ist (selbstverständlich verwende ich Plastiktöpfe aus der Gärtnerei nach dem Pflanzenkauf so lange immer wieder, bis sie zerbröseln), dann kann man sich auch erst einmal im Haus umschauen, ob es nicht irgendwo schöne Behälter gibt, die sich zum Bepflanzen eignen. Oft liegen einem die Blumentöpfe Marke Eigenbau direkt vor den Füßen, ohne dass man bisher einen Gedanken an diese Möglichkeit verschwendet hat. Viele schöne Dinge stauben in Garagen oder auf Dachböden ein, statt hervorgeholt, etwas aufpoliert und neu verwendet zu werden: Der Puppenwagen der Tochter, für den sich niemand mehr interessiert. Der verbeulte Wasserkessel, in dem Oma immer das Kaffeewasser kochte. Der wackelige Stuhl, der eine neue Sitzfläche bräuchte, aber ohnehin nicht mehr zur Einrichtung passt. Die alte Mülltonne aus Zinkblech, der Fahrradkorb und und und… Man kann auch zu seinem Lieblings-Griechen oder -Italiener um die Ecke gehen und fragen, ob er große Dosen übrig hat, in denen er Oliven, Feta, Pepperoni und andere Köstlichkeiten geliefert bekommt. Das habe ich neulich gemacht und in eine der Dosen meinen Rosmarin gesetzt.

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Jörgs Garten in Zebbug

Der Künstler Jörg Böttcher lebt seit langen Jahren auf Gozo in dem kleinen Ort Zebbug und betreibt dort seine Farmhouse Gallery, Wir haben ihn 2012 kennen gelernt und ihn dieses Jahr erneut besucht. Eigentlich wollten wir gar nicht sooo lange bleiben, aber mit Plaudern und Diskutieren verging der Nachmittag  mit ihm wie im Flug und so mussten wir uns regelrecht beeilen, noch ein Werk für unser Zuhause auszusuchen, damit nicht der x. Bus  ohne uns zurück an die Küste fuhr.

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Das Zuhause des Malers und Fotografen, der aus Berlin stammt und Autodidakt ist, kann ich eigenlich mit Worten gar nicht passend beschreiben. Ein wirklich altes Farmhaus mit Erdgeschoss und 1. Stockwerk, oben ein Flachdach und eine große Terrasse, unten ein Hof hinter hohen Mauern, die in den heißen Sommern willkommenen Schatten spenden. Drinnen original alte Fliesen auf dem Küchenfußboden und viele kleine Nischen in den Räumen, in denen er seine Werke zeigt. Das sind die Äußerlichkeiten. Ein Ort zum Ankommen wird es für mich erst durch das weltoffene und gastfreundliche Wesen von Jörg. Die Atmosphäre ist so einladend, dass man sich als Besucher sofort an den großen Tisch im Hof setzen und am liebsten nicht mehr aufstehen möchte.

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Zwischen den Mauern, die das Grundstück begrenzen, und dem Haus ein Gang, den Jörg zu einem Garten gestaltet hat, der auf Gozo sicher sehr ungewöhnlich ist. Es gibt zahlreiche Stauden, Sukkulenten (im Beet und auch in Töpfen) sowie einige hohe Bäume. „Meine Nachbarn haben mit dem Kopf geschüttelt: So viele Pflanzen, die brauchen doch viel zu viel Wasser“, erzählt er. Aber für ihn habe fest gestanden, dass er ohne Pflanzen nicht sein könne, als er 1992 für immer nach Gozo kam, sagt er.

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Wasser ist ein großes Thema auf Gozo. Denn es gibt viel zu wenig davon. Es gibt weder Flüsse noch Seen mit Süßwasser, und die heftigen Regengüsse im Herbst und Winter fließen zu 80 Prozent einfach ins Meer, weil die Erdkrume auf der Insel nicht sehr dick ist. Die Bauern haben meist Grundwasserbrunnen auf den Feldern – obwohl das mittlerweile verboten ist. Früher gab es Zisternen. Aber die müssen gewartet werden. Undr Gärten am Haus waren sogar lange Zeit verboten. Obwohl jedes Haus eine Zisterne haben muss. Das gilt auch heute noch. Viele Bauherren scheuen jedoch die Kosten dafür… Nun ja, das alte Farmhaus hat eine Zisterne.

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Die Kaktusfeige oder Opuntie findet man überall auf Gozo und Malta. Einheimisch ist sie dort aber nicht. Die Ritter des Johanniterordens brachten sie mit.

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Und so sorgen Jörgs Pflanzen für ein angenehm kühles Klima. Wer die Tür zu seinem Hof öffnet, atmet auch in der größten Sommerhitze erst mal durch. Die Augen müssen nicht mehr zugekniffen werden, denn die grellen Sonnenstrahlen werden durch das grüne Blätterdach gemildert. Das gefällt auch den Katzen, die meist auf einem Sofa im Hof Siesta halten.

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Jörg stellt seine Bilder im Sommer auch im Hof aus. Angst vor Regengüssen muss er dann nicht haben. Die gibt es nur im Herbst und Winter.

Damit endet die kleine Serie über Gozo. Ich hoffe, sie war interessant für Euch. Und vielleicht treffen wir uns ja mal dort, wer weiß…

Ciao bis bald

Christina