Was lange währt… – das Kräuterhochbeet ist fertig

Eigentlich wollten wir unsere Kräuterspirale schon im vergangenen Herbst abreißen und ein Hochbeet für die Kräuter anlegen. Die Spirale rutschte nach vielen Jahren Standzeit immer mehr in sich zusammen und war auch nicht mehr praktisch, was die Pflege anging. Aber dann kam nach der sommerlichen Jahrhundertflut im Harz (von der wir glücklicherweise verschont wurden, was das Hochwasser angeht) der herbstliche Dauerregen und Kälte. Also verschoben wir das Projekt. Nun haben wir es am ersten warmen Wochenende umgesetzt. Das war zwar schon Ende April, aber an diesem späten Blogbeitrag hat die DSGVO schuld. Wie so viele Blogger hat mich die neue EU-Verordnung zum Datenschutz lange am Bloggen gehindert, weil ich erst einmal recherchieren musste, ob und wie denn mein Blog bezüglich dieses Themas verändert werden muss. Aber nun folgt an dieser Stelle endlich eine Fotogalerie, die die Arbeitsschritte für das neue Beet zeigt.

Als Erstes musste natürlich die alte Spirale weg. Also wurden die Pflanzen ausgegraben und in Töpfen zwischengelagert. Die Steine hoben wir auf, um sie für das neue Beet mit zu verwenden. Den Erdhaufen, der verblieb, haben wir komplett abgetragen und durchgesiebt, um die Erde dann wieder in das neue Beet zu füllen.

Dabei erhielten wir jede Menge kleiner Kiesel, die wir nicht etwa auf der Deponie entsorgten, sondern für den noch geplanten Gartenweg als Unterbau aufhoben:

Um die alte Spirale herum wuchsen auch noch Unmengen von Zitronenmelisse. Die haben wir ausgegraben und entsorgt. Wir haben an anderen Stellen im Garten auch noch dieses Kraut. Die dann halbwegs ebene Fläche haben wir mit Unterbodengewebe komplett abgedeckt. Denn ich will weder, dass die Zitronenmelisse sich wieder durchkämpft, weil wir vielleicht einige Wurzelstücke übersehen haben, noch, dass Herr Maulwurf sich in dem Beet vergnügt. Auf das Gewebe stellten wir dann die Steine und im hinteren Teil (zum Zaun hin), eine nicht genutzte Edelstahlplatte.

Der kleine Tümpel von der alten Kräuterspirale ist erhalten geblieben. Daran anschließend ist das neue Beet entstanden, das auch unmittelbar an das Frühbeet grenzt.

Der kleine Tümpel von der alten Kräuterspirale ist erhalten geblieben. Daran anschließend ist das neue Beet entstanden, das auch unmittelbar an das Frühbeet grenzt. Die Steine sind nicht mit Mörtel verbunden, sondern als Trockenmauern verbaut.

Durch die Verwendung der Edelstahlplatte konnten wir Steine sparen. Das Beet sollte letztlich in Form eines U entstehen, wobei die Schenkel des U recht kurz blieben.

Durch die Verwendung der Edelstahlplatte konnten wir Steine sparen. Wie geplant ergab sich ein U-förmiges Beet, das von fast allen Seiten her gut zugänglich ist. Einzige etwas schwierige Ecke ist die neben dem Tümpel. Aber dort wächst Unkompliziertes wie Schnittlauch und Sauerampfer.

terrassenförmig angelegte Steigung

Der erforderliche Anstieg des Beetes auf kurzer Strecke ist gut zu bewältigen, wenn er terrassenförmig angelegt wird. Auf der untersten Ebene gleich neben dem Wasser habe ich Rukkola ausgesät. Dann folgen aufsteigend Schnittlauch, Sauerampfer und Blutampfer, hier noch in Töpfen.

Um für die höher gelegenen Beetflächen nicht so viel Erde zu benötigen, haben wir den Bauschutt, der unter unserem allerersten Hochbeet aus eben demselben Grund lag, wieder ins neue Hochbeet eingebaut. Hier sieht man ihn zwischen den Beetmauern. Das erste Hochbeet, das mal neben dem Kompost stand, gibt es auch schon länger nicht mehr.

So sieht das Kräuterbeet derzeit aus, am höchsten Eck fehlt noch ein neuer Salbei und ein Ysop, die in den nächsten Tagen noch gekauft und gepflanzt werden.

Neben dem Kräuterbeet haben wir bis zum Wassertank die Fläche ebenfalls mit Unterbodengewebe belegt und Rindenmulch drauf geschüttet. Dort kann man jetzt auch mal in der Abendsonne sitzen. Ein (von Blütenstaub bedeckter) Tisch steht schon…

Und wir haben neben diesem großen Projekt in den letzten Wochen noch einige andere erledigt, so dass der Garten sich jetzt doch merkbar verändert hat. Davon aber demnächst mehr…

Tschüß und bis bald

Christina

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2 Gedanken zu „Was lange währt… – das Kräuterhochbeet ist fertig

  1. birthesgartenzeiten

    Das sieht nach viel Arbeit aus… ! Aber gut sieht es aus, die Zitronenmelisse ist wirklich lästig, auch wenn icih sie gerne mag, aber am besten nur noch im Topf oder im eingegrenzten Beet, damit sie „unter Kontrolle“ bleibt. Viel Erfolg beim weiteren Bepflanzen und beim weiteren Umbau, ich bin gespannt ! LG Birthe 🙂

    Antwort
    1. tibor42 Autor

      Ja, das war wirklich eine Menge Arbeit. Und vor allem schwere Arbeit. Das Gewicht der alten Sandsteine ist nicht gerade ohne. Aber mit einer guten Sackkarre und Muskelkraft haben wir es gemeinsam geschafft. Kommentar meines Mannes am Ende: „Das bleibt jetzt aber so und wird nicht nochmal umgebaut.“ Was ich ihm zusichern konnte, denn das Ziel ist ja nun erreicht: alle Pflanzen gut zu erreichen, ohne klettern zu müssen. 😉 Die nächsten Projekte sind bei weitem nicht so anstrengend. Auf dem langen Mittelteil vom Kräuterbeet habe ich übrigens noch Winterheckenzwiebeln und Kapuzinerkresse ausgesät. Die Kresse wächst dann hoffentlich nach vorne und drapiert sich über den Mauerrand. Das fände ich schön… LG Christina

      Antwort

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