Mein Feind, der Giersch – eine unendliche Geschichte

Ja, ich weiß: Giersch kann man essen. Er schmeckt auch, das stimmt. Aber nur im Frühling, wenn die jungen, hellgrünen Blätter sprießen. Mein Garten ist aber so mit Giersch „gesegnet“, dass ich ihn auch in die Schranken weisen muss. Eins hilft nämlich zu meinem Leidwesen nicht: in ignorieren. Deshalb habe ich in meinem Urlaub in den vergangenen Wochen immer, wenn trockenes Wetter war, Giersch ausgegraben. Und damit ich nicht in zwei Wochen schon wieder vor einem grünen Wald stehe, habe ich eine Anregung ausprobiert, die in vielen Gartenbüchern propagiert wird.

Ich habe unsere blaue Altpapiertonne durchsucht und Pappkartons zerschnitten sowie Zeitungspapier herausgenommen. All das habe ich auf die Flächen gelegt, die ich zuvor vom Giersch befreit hatte, soweit es ging. Und dann habe ich Steine auf die Pappe und das Papier gelegt. Diese holte ich von einem Weg neben meinem Schattenbeet an der Garage. Zwischen dem Beet und der Garage liegen nämlich Waschbetonplatten (so „hübsche“ Dinger aus den 1970ern). Diese hatte ich vor Jahren mit den optisch schöneren großen Rheinkieseln belegt. Doch was ich nicht bedacht hatte, war, dass sich zwischen den Steinen Flugstaub und anderer Dreck sammeln und damit ein prima Lebensraum für Wildkräuter wie den Stinkenden Storchschnabel entstehen würde. Na ja, jetzt nützen mir die Steine eher im Garten auf den am schlimmsten mit Giersch befallenen Flächen.

Noch bin ich lange nicht fertig mit dem Giersch. Ich kann nur stückweise arbeiten, weil es immer wieder regnet.

Auf zwei anderen Flächen hatte ich schon im Frühling bzw. vor einigen Jahren Unkrautvlies ausgelegt. Dieses hatte ich aber unbedeckt gelassen, so dass sich der Giersch durch Lücken und an den Rändern immer wieder hervorwagte. Jetzt habe ich diese Flächen mit geschreddertem Grünschnitt bedeckt. Mehrere Zentimeter hoch.

Giersch bekämpfen

Unter der Johannisbeere liegt schon mehrere Jahre Vlies. Jetzt ist es auch bedeckt.

Giersch bekämpfen

Auch unter der Mirabelle liegt jetzt Vlies und gehäckselter Grünschnitt.

Nun hoffe ich, dass dort der Giersch in einigen Jahren besiegt sein wird, weil ausgehungert. Drückt mir die Daumen…

 

Bis bald und tschüß

Christina

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3 Gedanken zu „Mein Feind, der Giersch – eine unendliche Geschichte

  1. birthesgartenzeiten

    Ohja, der Giersch kann eine wahre Plage sein. Ich kämpfe auch in einer Gartenecke damit…Viel Erfolg mit Deiner Methode, ich bin ebenfalls sehr gespannt, ob es hilft! LG Birthe 🙂

    Antwort

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