Jörgs Garten in Zebbug

Der Künstler Jörg Böttcher lebt seit langen Jahren auf Gozo in dem kleinen Ort Zebbug und betreibt dort seine Farmhouse Gallery, Wir haben ihn 2012 kennen gelernt und ihn dieses Jahr erneut besucht. Eigentlich wollten wir gar nicht sooo lange bleiben, aber mit Plaudern und Diskutieren verging der Nachmittag  mit ihm wie im Flug und so mussten wir uns regelrecht beeilen, noch ein Werk für unser Zuhause auszusuchen, damit nicht der x. Bus  ohne uns zurück an die Küste fuhr.

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Das Zuhause des Malers und Fotografen, der aus Berlin stammt und Autodidakt ist, kann ich eigenlich mit Worten gar nicht passend beschreiben. Ein wirklich altes Farmhaus mit Erdgeschoss und 1. Stockwerk, oben ein Flachdach und eine große Terrasse, unten ein Hof hinter hohen Mauern, die in den heißen Sommern willkommenen Schatten spenden. Drinnen original alte Fliesen auf dem Küchenfußboden und viele kleine Nischen in den Räumen, in denen er seine Werke zeigt. Das sind die Äußerlichkeiten. Ein Ort zum Ankommen wird es für mich erst durch das weltoffene und gastfreundliche Wesen von Jörg. Die Atmosphäre ist so einladend, dass man sich als Besucher sofort an den großen Tisch im Hof setzen und am liebsten nicht mehr aufstehen möchte.

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Zwischen den Mauern, die das Grundstück begrenzen, und dem Haus ein Gang, den Jörg zu einem Garten gestaltet hat, der auf Gozo sicher sehr ungewöhnlich ist. Es gibt zahlreiche Stauden, Sukkulenten (im Beet und auch in Töpfen) sowie einige hohe Bäume. „Meine Nachbarn haben mit dem Kopf geschüttelt: So viele Pflanzen, die brauchen doch viel zu viel Wasser“, erzählt er. Aber für ihn habe fest gestanden, dass er ohne Pflanzen nicht sein könne, als er 1992 für immer nach Gozo kam, sagt er.

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Wasser ist ein großes Thema auf Gozo. Denn es gibt viel zu wenig davon. Es gibt weder Flüsse noch Seen mit Süßwasser, und die heftigen Regengüsse im Herbst und Winter fließen zu 80 Prozent einfach ins Meer, weil die Erdkrume auf der Insel nicht sehr dick ist. Die Bauern haben meist Grundwasserbrunnen auf den Feldern – obwohl das mittlerweile verboten ist. Früher gab es Zisternen. Aber die müssen gewartet werden. Undr Gärten am Haus waren sogar lange Zeit verboten. Obwohl jedes Haus eine Zisterne haben muss. Das gilt auch heute noch. Viele Bauherren scheuen jedoch die Kosten dafür… Nun ja, das alte Farmhaus hat eine Zisterne.

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Die Kaktusfeige oder Opuntie findet man überall auf Gozo und Malta. Einheimisch ist sie dort aber nicht. Die Ritter des Johanniterordens brachten sie mit.

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Und so sorgen Jörgs Pflanzen für ein angenehm kühles Klima. Wer die Tür zu seinem Hof öffnet, atmet auch in der größten Sommerhitze erst mal durch. Die Augen müssen nicht mehr zugekniffen werden, denn die grellen Sonnenstrahlen werden durch das grüne Blätterdach gemildert. Das gefällt auch den Katzen, die meist auf einem Sofa im Hof Siesta halten.

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Jörg stellt seine Bilder im Sommer auch im Hof aus. Angst vor Regengüssen muss er dann nicht haben. Die gibt es nur im Herbst und Winter.

Damit endet die kleine Serie über Gozo. Ich hoffe, sie war interessant für Euch. Und vielleicht treffen wir uns ja mal dort, wer weiß…

Ciao bis bald

Christina

 

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