Gozo oder wie man Pflanzen fast ohne Wasser pflegt

Gozo ist unsere absolute Lieblingsurlaubsinsel. Gozo ist die kleine Schwester von Malta. Wer den Blick schweifen lässt, sieht türkisblaues Meer rundherum, gelblichen Kalksandstein unter den Füßen und hier und da künstlich bewässerte Felder und Gärten. Malta ist das wasserärmste Land der Welt, denn es gibt keine Flüsse oder Seen. Nur zwei unterirdische Süßwasserlinsen (versickertes Regenwasser), die aber zunehmend versalzen, weil in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Grundwasser daraus entnommen wurde. Trotzdem ist die Insel – übrigens eine der besten Tauchdestinationen der Erde –  noch ein bisschen grüner geworden, als sie ohnehin schon war.

Die Felder, die man bei Busfahrten (Malta hat ein ausgezeichnetes Nahverkehrssystem) sehen konnte, waren noch fast alle grün. Salate, Kohl und vieles mehr wuchsen dort. Immerhin produzieren die Landwirte auf Gozo 60 Prozent dessen, was die Malteser insgesamt an Nahrungsmitteln verbrauchen. Der Rest muss importiert werden und ist entsprechend teuer. Das Grundwasser ist mittlerweile so kostbar, dass es fast ausschließlich von der Landwirtschaft genutzt wird. Die Bauern haben zudem Regenwasserzisternen.

Für das Trinkwasserleitungssystem wird das benötigte Nass aus Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen und besonders im Sommer, wenn viele Touristen da sind, mit Tankschiffen aus Sizilien gebracht und ins Leitungssystem gepumpt. Deshalb sieht man in vielen Hotels Schilder, die dazu auffordern, sehr sparsam mit Wasser umzugehen.

Auf den meisten Felder wächst bis spät ins Jahr hinein Gemüse und Salate. Auch Wein wird angebaut.

Auf den meisten Felder wächst bis spät ins Jahr hinein Gemüse und Salate. Auch Wein wird angebaut.

Dennoch hat sich besonders auf Gozo viel geändert, was die öffentlichen Grünanlagen betrifft. Bestes Beispiel: Der Busterminal in der Hauptstadt Victoria. Dort sah es bei unserem letzten Aufenthalt im Jahr 2012 noch eher trist aus. Diesmal aber waren die Flächen üppig bepflanzt. Und wo ein Beet keine Blumen aufwies, stand ein solches Schild:

„Wir entschuldigen uns für die leeren Blumenbeete. Wir arbeiten daran, den Boden zu verbessern. Neue Blumen werden in Kürze gepflanzt.“

So etwas habe ich in Deutschland noch nie gesehen, selbst bei uns im Harz in den von vielen Touristen besuchten Orten. Aber gut fand ich das schon… Wäre mal eine Idee für den Harz.

Und so sah es am Busterminal aus:

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Die Kindheit heißt diese Skulptur von Antoine Paul Camilleri, die er 2013 schuf.

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Verbenen in Massen sind fast überall zu finden.

Und auch die gelben Tagetes zieren in Massen die Beete.

Und auch die gelben Tagetes zieren in Massen die Beete.

„Keep off the Green“: Rasen ist ein absoluter Luxus, weil er so viel und regelmäßig Wasser braucht. Deshalb ist zum Beispiel oft auch Kunstrasen zu finden. Hier sieht man zwischen den Blumen die Bewässerungsschläuche.

Mit einem der nächsten Beiträge entführe ich Euch in die Altstadt von Victoria.

Wer sich schon mal über Gozo als Urlaubsziel informieren möchte, kann dies hier tun:

http://www.visitmalta.com/de/island-of-gozo

https://www.visitgozo.com/de

http://gozo.imalta.de/

http://islandofgozo.org/

Ciao und bis bald!

Christina

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