Herbst-Ernte, Eintopf und Buddelei

In den vergangenen Tagen war das Wetter noch richtig schön, fast so sommerlich wie vor zwei Jahren um diese Zeit. Daher war ich viel im Garten, habe aber nicht nur schöne Arbeiten erledigt. Am angenehmsten war noch die Ernte von Palmkohl und anderen Gemüsen, die noch auf dem Hochbeet wachsen. Wer nicht weiß, was Palmkohl ist, kann hier nachlesen. Aber auch den Kampf gegen den Giersch habe ich erneut aufgenommen.

Zuerst also die angenehmen Dinge: Der Palmkohl war nicht so gut gelungen (weil auf dem falschen Beet angebaut) und trotzdem eine willkommene Speise für Raupen. Weil ich nicht gerne teile, besonders wenn das Gemüse nicht so berauschend gut wächst, habe ich kurzerhand den ganzen Palmkohl geerntet und  zusammen mit einer Pastinake, einigen Kohlrabi und Lauch sowie Kartoffeln zu einem Eintopf verarbeitet. Hier das Rezept:

  • Ungefähr 1,5 kg Palmkohl
  • 5 bis 6 Zwiebeln
  • 1 Pastinake mit Laub
  • 3 Kohlrabi
  • 2 bis 3 Stangen Lauch (je nach Dicke)
  • 6 bis 8 Kartoffeln (je nach Größe)
  • etwa 1 Essl. gekörnte Gemüsebrühe
  • 2 l Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • 3 Schinkengriller oder Mettenden
  • neutrales Speiseöl
  • Pecorino oder Parmesankäse, fein gerieben

Alles Gemüse waschen und putzen. Am meisten Aufwand macht dabei der Palmkohl, denn die Strünke werden nicht genutzt, sondern nur der grüne Teil der Blätter. Blätter in Streifen schneiden. Zwiebeln in Würfelchen schneiden (wer mag, kann auch noch fein gehackten Knoblauch dazugeben). Pastinakenwurzel, Kohlrabi und Lauch in kleine Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Würste in Scheiben schneiden. Das Pastinakenlaub fein schneiden (wie Petersilie).

Öl in einen ausreichend großen Topf geben und erhitzen, darin die Zwiebeln (und den Knoblauch) anschwitzen, bis die Würfelchen glasig gelb sind. Die Wurstscheiben zugeben und kurz anbraten. Das Gemüse dazugeben und andünsten. Die Gemüsebrühe drüberstreuen und Wasser aufgießen. Zum Kochen bringen und etwa 30 Minuten lang auf kleiner Stufe kochen lassen.

Wenn man eine sämige Suppe möchte, kann man jetzt mit dem Pürierstab die Suppe durchmixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss die Pastinakenblätter drüber geben. Gegessen wird der Eintopf mit drüber gestreutem Käse.

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Draußen auf der Terrasse schmeckt es immer noch besser als drinnen. Es ist noch sommerlich, auch abends. Die Suppe habe ich nicht püriert und der Käse oben drauf fehlt auch noch.

An drei aufeinander folgenden Tagen habe ich mich dann an den Giersch gemacht. Es gibt zwei, drei Stellen im Garten, an denen er sich so rabiat ausgebreitet hat, dass er einige Kulturpflanzen gekillt hat. So ist der Alpenliebstöckel verschwunden, und auch Buschwindröschen und Leberblümchen habe ich auf dem Zierbeet hinter dem Hochbeet nicht mehr gefunden. Auf einer Länge von fast drei Metern habe ich in den vergangenen Tagen bestimmt zwei Kubikmeter Erde umgewühlt und so viele Gierschwurzeln ausgegraben und ausgesammelt wie möglich. Dabei habe ich die Stauden, die noch lebten (etwa die Schwertlilien und die Taglilien) komplett aus der Erde genommen, den Giersch herausgeholt und die Stauden wieder eingesetzt. Die Säcke auf dem Foto unten sind voll mit Gierschwurzeln von sage und schreibe nur einem Quadratmeter:

gierschdsci5551Und das ist die Fläche dazu:

Auf dem kleinen Stück zwischen Schwarzer Johannisbeere (li.) und Ranunkelbusch (re.) wuchs fast nur noch Giersch. Überlebt haben sonst nur noch die Schwertlilien.

Auf dem kleinen Stück zwischen Schwarzer Johannisbeere (li.) und Ranunkelbusch (re.) wuchs fast nur noch Giersch. Überlebt haben sonst nur noch die Schwertlilien.

Und ich muss bis zum Winter noch ungefähr 10 Meter durchgraben. 😦

 

Bis bald und ciao sagt

Christina

 

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5 Gedanken zu „Herbst-Ernte, Eintopf und Buddelei

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