Die Gartenfee namens Akelei

Sie sieht aus wie ein Elfenhut und kommt in vielen Farbschattierungen von Weiß, Rosa über Rot bis zu Blau und ganz dunklem Violett vor. Sie ist ein Hahnenfußgewächs und leicht giftig. Aber sie darf in meinem Garten wachsen, wo sie möchte. Was ich bisher gar nicht wusste: Sie gehört zu den Heilpflanzen.

Auf www.heilkraeuter.de findet sich nicht nur eine Beschreibung der ganzen Pflanze, sondern auch Hinweise darauf, gegen welche Beschwerden sie eingesetzt werden kann. Die leichte Giftigkeit verliert sich nach Angaben dieser Website, wenn man die Pflanze trocknet oder erhitzt. Sie dürfe also auch in Teemischungen eingesetzt werden. Bei Wikipedia hingegen findet sich dazu dieser Hinweis: „Heute stehen die Pharmakologen auf dem Standpunkt, dass die in der Akelei enthaltenen krebserregenden Glykoside in ihrer chemischen Struktur noch unvollständig bekannt sind. Generell schätzt man die Gemeine Akelei als eine Pflanze ein, die nicht mehr von medizinischem Interesse ist, da für ihre möglichen Einsatzgebiete andere und wirkungsvollere Wirkstoffe zur Verfügung stehen.“

Sie hat unzählige Namen, je nach Landstrich oder Region. Eine ganze Reihe dieser Namen, von denen der bekannteste wohl „Elfenschuh“ lautet, findet sich ebenfalls bei Wikipedia. Auf Englisch heißt sie Columbine.

Es gibt viele verschiedene Arten, in meinem Garten wächst die wohl am weitesten verbreitete: die Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris). Sie gilt in einigen Bundesländern jedoch als gefährdet, in Brandenburg sogar als ausgestorben. Daher steht sie auf ihren Standorten in der freien Natur unter Schutz und darf nicht gepflückt oder gar ausgegraben werden.

Als Gartenpflanze gibt es sie in Europa schon seit dem späten Mittelalter. Und doch galt sie laut Wikipedia schon um 1900 als altmodisch! Ich finde die Akelei, wie wohl viele andere Gartenliebhaber, sehr dekorativ. Und vor allem ist sie eine Blume, die keine großen Ansprüche stellt. Schatten oder Halbschatten, lockerer, humoser oder magerer Boden: Das ist ihr alles egal. Sie sät sich selbst aus und vagabundiert auf diese Weise durch den Garten, sucht sich ihre Standorte selbst. Dadurch bedingt ergeben sich auch immer wieder neue Kreuzungen und damit Farben. In einem Jahr blüht unter der Mirabelle eine fast schwarze Akelei, im anderen eben eine blau-weiße, wie in diesem Jahr. Die Akelei überrascht mich so immer wieder aufs Neue. Und sie ist von einer bewundernswerten Gesundheit. Einzig, wenn sie zu trocken oder heiß steht, macht sich der Mehltau über sie her. Dann schneide ich sie bodentief ab, und sie wächst wieder neu. Aber die Hauptblütezeit ist jetzt im Mai und im Juni, manchmal bis weit in den Juli hinein.

Bei mir hat sie sich von allein eingefunden, man kann aber auch Samen kaufen und sie im Frühling (bis zum Juni) aussäen. Dann muss man aber im ersten Jahr auf die Blüte verzichten.

Ciao und bis bald

Christina

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Ein Gedanke zu „Die Gartenfee namens Akelei

  1. birthesgartenzeiten

    Bis vor einigen Jahren kannte ich Akelei gar nicht. Inzwischen mag ich sie sehr gerne und habe mir gerade vor einigen Tagen erst einige aus dem Garten NE stiebitzt und in meinen Bauerngarten umgesetzt, wo sie sich eifrig vermehren dürfen. Die Blüten sind einfach toll – zart und filigran – und dennoch robust. Liebe Grüße, Birthe

    Antwort

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