Von Topfpflanzen, „Unkraut“ und Kletterhilfen

Meine Liste der Arbeiten, die im Garten und im Haus zu leisten sind, ist diese Woche merklich kleiner geworden. Die warmen Tage am Anfang der Woche kamen mir sehr entgegen, denn so konnte ich viele Dinge erledigen. Unter anderem habe ich fast allen Topfpflanzen im Haus neue Erde und größere Gefäße gegönnt. Darunter war auch die Kumquat, die ich im vorvergangenen Jahr aus einem Kern gezogen habe (siehe oben).

Es wird sicher noch lange dauern, bis ich von dem kleinen Strauch eigene Früchte ernten kann, aber das stört mich nicht.

Außerdem habe ich im Garten noch alte Staudenreste entfernt, weil ich am ersten Tag damit nicht ganz fertig geworden bin. Unter der Stachelbeere im alten Kanalrohr-Hochbeet hatte sich ein weiß blühendes Wildkraut und viel Mohn breit gemacht. Dadurch kamen die Primeln und die Leberblümchen nicht mehr zur Geltung. Also musste das weiß Blühende weg. Vogelmiere war es nicht, aber es bedeckte fast die ganze Fläche in dem Hochbeet und bildete einen dichten Wurzelfilz. Gerade diese zarten Kräuter lassen sich meist schwer entfernen, reißen sie doch leicht oberhalb der Wurzeln ab. Aber ein Werkzeug, das ich mir im Online-Versandhaus Manufactum bestellt hatte, leistete mir dabei hervorragende Dienste:

schwedischer Handjäter im Einsatz

schwedischer Handjäter im Einsatz

Die Beschreibung im Katalog hatte nicht zu viel versprochen. Die Stahlschlaufen an den Enden des roten Kunststoffgriffes lockern den Boden und holen so die Wurzel unerwünschter Pflanzen aus der Erde. Man kann bis dicht an junge Setzlinge heran arbeiten. In meinem Fall konnte ich das Kraut herausholen, ohne die Primelblätter zu beschädigen. Denn der Handjäter eignet sich bestens für Stellen, an denen eine Hacke zu grob wäre. Und man kann sehr schnell damit arbeiten. Ich denke, es ist ein gutes Werkzeug für kleine Flächen, etwa im Hochbeet und auch in Kübeln und Balkonkästen. (Um eines klar zu stellen: Dies ist kein gesponserter Post, sondern ich habe das Werkzeug gekauft und finde es wirklich gut. Es kostet etwas mehr als 10 Euro, aber diese Ausgabe lohnt sich.)

An einem Ende befindet sich eine schmale Schlaufe, an dem anderen eine breite.

An einem Ende befindet sich eine schmale Schlaufe, an dem anderen eine breite.

Danach pflanzte ich noch eine Primel unter die Stachelbeere und eine Bellis perennis sowie  eine dunkelrote Ranunkel ins Rosenbeet. Die drei hatten über Ostern an der Haustür gestanden und zeigten jetzt deutliche Zeichen von Schlappheit, weil ihnen ihre kleinen Töpfe zu eng geworden waren. Als ich am Rosenbeet fertig war, fiel mir auf, dass es durch den Platz für den neuen Säulenapfel (hinten links) jetzt nahezu die Form eines Herzens hat…

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Und dann hatte ich noch zwei blaue Schillergräser stehen, die ich Anfang der Woche beim Aldi vor dem sicheren Trockentod gerettet hatte. Sie hatten sich auf meiner schattigen Terrasse einigermaßen erholt und konnten nun nach vorn an die Südseite des Hauses umziehen.

Blaues Schillergras oder Koeleria glauca vor Traubenhyazinthen.

Blaues Schillergras oder Koeleria glauca vor Traubenhyazinthen.

Mein Mann werkelte in der ganzen Zeit an einem neuen Klettergerüst aus Rundeisen, mit dem wir dem Geißblatt im Garten neuen Halt geben wollen. Denn die alten Koniferenstämme, an denen es hochrankt, sind im Laufe der Jahre an der Basis abgefault und wackeln jetzt bedenklich.

Eine neue Rankhilfe aus Rundeisen entsteht.

Eine neue Rankhilfe aus Rundeisen entsteht.

Wie er das Gerüst hergestellt hat und was man dazu benötigt, berichte ich noch.

Bis dahin erst einmal ein schönes Wochenende für alle!

Christina

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