Andenbeere, Kapstachelbeere

Wie Physalis bei uns den Winter überlebt

Birthe von Birthes Gartenzeiten hat mich auf die Idee gebracht, mal etwas darüber zu schreiben, wie unsere Physalis überwintert. Und im nächsten Jahr wieder reiche Ernte bringt. Unsere älteste Pflanze ist inzwischen neun Jahre alt, steht ganzjährig im Kübel und ist unverwüstlich.

Nach den Eisheiligen räume ich zusammen mit meinem Mann alle Kübelpflanzen nach draußen. Auch die Physalis peruviana, die er vor neun Jahren zu einem runden Geburtstag geschenkt bekam. Damals wurde uns gesagt, dass die Pflanze einjährig sei. Das habe ich natürlich sofort überprüft und festgestellt, dass das so nicht stimmt. Sie übersteht als Sonnenkind aus Südamerika unsere kalten Winter im Freien mit Sicherheit nicht. Wird sie aber frostfrei und hell gestellt, so meine Erfahrung, dann treibt sie im Frühling neu aus und trägt auch reichlich Früchte.

Physalis peruviana, Andenbeere

Physalis peruviana, unreife, grüne Frucht. Sie heißt auch Kapstachelbeere oder Andenbeere.

Dafür muss man als Gärtner aber einiges tun. Zum einen darf der Wurzelballen im Winter nicht zu nass stehen. Staunässe mag sie nämlich wie eigentlich alle Pflanzen nicht, weil dann die Wurzeln faulen. Denn der Stoffwechsel ist ja bei den Pflanzen im Winter mangels ausreichend langen Tageslichtes eingeschränkt. Daher brauchen sie nur wenig Wasser. Sie wachsen aber trotzdem weiter.

Unsere steht jetzt seit zwei Tagen im Gewächshaus, das im Winter auf etwa 5 bis 7 Grad Celsius geheizt wird. Wir haben uns vor einigen Jahren zur Installation einer elektrischen Heizung entschlossen, auch, weil wir die Grundbeete im Gewächshaus im Winter mit Essbarem bebauen wollen. Vor dem Einräumen (die Physalis bleibt wie auch der Oleander bis zuletzt draußen) schneide ich die Pflanze zurück. Das spart Platz im engen Winterquartier, und die Pflanze treibt im Frühling dann um so williger aus.

Dieses Jahr hat sich die Physalis bis in den Garten hinein ausgesamt, obwohl sie auf dem Hof steht, ungefähr 20 Meter vom ersten Beet entfernt. Die beiden stärksten Ableger habe ich Ende September ins Gewächshausbeet gesetzt. Dort blühen und fruchten sie immer noch. Mal sehen, wie sie im Frühjahr aussehen werden.

Zwei Physalis-Ableger im Gewächshausbeet, in der Mitte eine Tomate, die sich selbst ausgesamt hat.

Zwei Physalis-Ableger im Gewächshausbeet, in der Mitte eine Tomate, die sich selbst ausgesamt hat.

Die alte Pflanze steht, auf etwa ein Drittel ihrer Triebe gekappt, davor auf dem Gang.

Neun Jahre alt ist diese Physalis schon und trägt jedes Jahr Früchte.

Neun Jahre alt ist diese Physalis schon und trägt jedes Jahr Früchte.

Bevor ich sie im kommenden Frühsommer wieder raus stelle, wird sie umgetopft. Diesmal bekommt sie aber keinen größeren Topf, sondern nur neue Erde. In den dann folgenden beiden Jahren topfe ich sie nicht neu ein, sondern gebe nur eine etwa 2 bis 3 Zentimeter starke Schicht neuer Erde oben drauf. Und düngen muss man eine Kübelpflanze natürlich auch, sonst trägt sie nicht oder nur schwach. Benutzt habe ich dafür in den letzten Jahren immer Pferdemistpellets. Die riechen zwar etwas, aber draußen macht das ja nichts. Und davon braucht die Physalis auch nur wenig. Ich gebe immer nur die Hälfte von dem, was als Dosierung auf der Packung steht. Bei zuviel Dünger treibt sie nur neue Zweige, aber keine Blüten und Früchte.

Im Archiv habe ich noch ein Bild gefunden vom 24.02.2013. Da habe ich noch einzelne Physalis vom Busch essen können:

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Wer jetzt nach noch mehr Informationen hungert, dem empfehle ich die Seite vom Gartendialog. Dort steht sehr viel Wissenswertes über die Physalis peruviana und weitere Sorten. Wer auch etwas über die Historie und die Herkunft der Alternativnamen wie Kapstachelbeere etc. wissen möchte, kann hier schauen.

Ciao

Christina

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2 Gedanken zu „Wie Physalis bei uns den Winter überlebt

  1. birthesgartenzeiten

    Hallo Christina,
    das Überwintern im beheizten Gewächshaus ist sicherlich ideal – volles Licht und gleichmäßige Wärme.
    Bin gespannt, ob das bei uns in der Garage/Keller auch ähnlich erfolgreich funktioniert…
    Interessanter und hiflreicher Bericht :-). Liebe Grüße, Birthe

    Antwort
    1. tibor42 Autor

      Hallo Birthe,
      als ich noch kein Gewächshaus hatte, habe ich die Physalis in einem kühlen und relativ dunklen Nordzimmer gehabt. Das ging auch gut. Wichtig ist, glaube ich, dass man nicht zu viel gießt und im Frühjahr zurückschneidet und neue Erde gibt. Ansonsten sind diese Pflanzen auch nicht schwieriger zu halten als Tomaten… Ein schönes Wochenende Dir! Christina

      Antwort

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