Leckeres mit Quitten

Freunde von uns haben einen Quittenbaum, der auch in diesem Jahr wieder mehr Früchte getragen hat, als die beiden verarbeiten wollten und konnten. Daher bekamen wir einen Riesen-Eimer voll davon ab. Natürlich verwendeten wir einen Teil für den Quitten-Likör, dessen Herstellung ich im vorigen Jahr schon beschrieben habe. Aber wir hatten noch mehr vor: Gelee und Quittenbrot sollten noch entstehen.

Das Gelee war schnell erledigt:

1,5 kg Quitten,

250 ml trockener Weißwein,

Gelierzucker

Die Quitten mit Küchenpapier oder einem sauberen Tuch kräftig abreiben, um den feinen Flaum auf den Früchten zu entfernen. Waschen, zerteilen, Blüten und Stiele entfernen, Fruchfleisch in Spalten schneiden (schälen ist nicht nötig). Quittenspalten mit einem Liter Wasser und dem Weißwein in einen Topf geben und in 30 bis 40 Minuten weich kochen. Anschließend im Sud etwas abkühlen lassen. Danach in ein mit einem Tuch (Mullwindel oder altes Geschirrtuch) ausgelegtes Sieb füllen und abtropfen lassen. Tuch später an den Spitzen zusammenbinden und aufhängen (oder beschweren), damit der Saft noch besser abtropft. Den Saft abmessen und die gleiche Menge Gelierzucker zufügen. Die Mischung zum Kochen bringen, vier Minuten sprudelnd kochen lassen und noch heiß in saubere Gläser füllen. Diese sofort verschließen.

Als dieser Schritt erledigt war, ging es an das Quittenbrot:

Die Rückstände aus der Entsaftungsaktion waren mir viel zu schade zum Wegwerfen. Deshalb probierte ich erneut ein altes Rezept aus, das mir im vorigen Jahr nicht so gut gelungen war. Dieses Mal sollte es klappen, und um es vorweg zu sagen, das hat es auch!

Die Quittenrückstände haben wir zunächst löffenweise mit der Flotten Lotte püriert und gleichzeitig von Kernen und Schalen befreit.

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Den so gewonnenen Brei haben wir abgewogen und im Verhältnis eins zu eins mit Zucker vermischt. Weil uns der Brei zu dick erschien, um ihn gefahrlos nochmals aufzukochen, kam noch ein wenig abgekochtes Wasser hinein. Diese Masse haben wir dann einige Minuten gekocht. Die so entstandene Paste habe ich dann auf ein eingeöltes Backblech (in diesem Fall musste noch ein zweites Blech her) gestrichen. Nicht zuviel nehmen, eine Dicke von einem Zentimeter reicht.

Im leicht geöffneten Backofen (Kochlöffel in die Tür geklemmt) wird die Masse bei kleinster Hitze (bei den meisten Öfen sind das 50 Grad) einige Stunden lang getrocknet. Die Masse sollte am Ende etwa die Konsistenz von Geleefrüchten haben.

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Danach die Masse mit dem Messer in kleine Stücke schneiden und diese in Hagelzucker oder ganz normalem Haushaltszucker (oder gehackten Nüssen oder Mandeln) wälzen.

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Die Stücke habe ich dann lagenweise in eine Keksdose geschichtet, wobei ich zwischen die Quittenbrotlagen immer ein wenig Klarsichtfolie gelegt habe. Denn das Ganze ist eine sehr klebrige Angelegenheit.

Quittenbrot ist in der kommenden Advents- und Weihnachtszeit eine superleckere Süßigkeit.

Viel Spaß und guten Appetit

Christina

 

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6 Gedanken zu „Leckeres mit Quitten

    1. tibor42 Autor

      Das hält schon mindestens bis Weihnachten. Viel länger „hält“ es bei uns aber nicht… Im Ernst: Da ist so viel Zucker drin, das kann eigentlich kaum verderben, wenn es ordentlich getrocknet ist. LG Christina

      Antwort
    1. tibor42 Autor

      Es lohnt sich wirklich, das auszuprobieren. Wie gesagt, Quittenbrot ist von der Konsistenz her so wie Geleefrüchte. Die mag ich allerdings überhaupt nicht, weil mir die zu sehr nach Chemie und Zucker schmecken. Quittenbrot ist zwar auch sehr süß, hat aber einen intensiven Fruchtgeschmack. Mehr als zwei Stück auf einmal kann ich davon aber auch nicht essen. Es ist halt etwas zum Genießen. 🙂 Liebe Grüße Christina

      Antwort

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