Vogelbeeren sind nicht giftig und schmecken sogar

Im Gegensatz zum Volksglauben sind Ebereschenbeeren, gemeinhin auch Vogelbeeren genannt, nicht giftig. Sie enthalten viel Vitamin C, Mineral- und Bitterstoffe. Die Beeren der gewöhnlichen Eberesche (Sorbus aucuparia L.) sind klein  und haben einen Durchmesser von unter einem Zentimeter. Sie ist bitter-herb und schmeckt deshalb roh überhaupt nicht. Aber sie ist eine ausgezeichnete Zutat für Marmeladen. Und ich habe daraus auch Senf gemacht. Im Bild sind alle Zutaten dafür zu sehen.

Für den Senf habe ich ein Rezept im Netz gefunden, das ich für meine Geschmacksrichtung abgewandelt habe. Zunächst habe ich aber die Vogelbeeren, die ich zunächst im Kühlschrank aufbewahrt hatte, eine Nacht lang eingefroren. Am nächsten Tag habe ich die

200 Gramm in gefrorenem Zustand in den Mixer gegeben und zusammen mit

10 Esslöffeln Condimento bianco,

6 Esslöffeln Honig,

4 Esslöffeln Ahornsirup und

70 ml Weißwein (lieblich) püriert.

Dann wurden  70 g Senfpulver löffelweise unter die Masse gerührt.

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Die Masse kommt dann in einen Topf und muss etwas erhitzt werden. Damit die Temperatur nicht höher als 40 Grad stieg, habe ich einfach ein Bratenthermometer mit in den Topf gehalten.

Den fertigen Senf gibt man dann in ein sauberes Glas.

Anfangs ist der Senf noch superscharf, doch je länger er im Kühlschrank nachreift, desto milder wird er. Durch das Einfrieren der Beeren haben diese ihre Bitterkeit fast verloren, so dass der Senf nicht nur scharf, sondern auch fruchtig und nur ganz leicht bitter schmeckt.

Da wir normalerweise nur trockene Weine im Keller haben, musste ich ganz schön lange suchen, bis ich einen Passenden für den Senf gefunden hatte. Die Flasche war ganz dick verstaubt und lag ziemlich abseits im Regal. Bevor ich ihn zu den Beeren schüttete, öffneten mein Mann und ich sie vorsichtig zum Probieren. Wir waren ziemlich skeptisch, denn es handelte sich um eine Auslese von der Nahe, Jahrgang 1976!

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Doch der Oppenheimer Krötenbrunnen schmeckte bombig. Fast wie ein lieblicher Sherry, und genau so eine Farbe hatte er auch: wie Honig.

Wir hatten aber nicht nur diese 200 Gramm Vorgelbeeren. Sondern insgesamt 700 Gramm.

Also blieb noch genügend, um ein Rezept für Marmelade aus einem meiner ältesten Kochbücher auszuprobieren:

Vogelbeer-Apfel-Pflaumen-Marmelade

500 g Vogelbeeren,

250 g Pflaumen,

125 g Äpfel

Gelierzucker

Die Beeren waschen, von den Dolden zupfen und in 250 ml Wasser in etwa 20 Minuten weich dünsten. Dann durch eine Sieb (oder eine Flotte Lotte) drücken. Die Pflaumen waschen, entsteinen und in Stücke schneiden. Äpfel schälen, vierteln und vom Kerngehäuse befreien, in kleine Stücke schneiden. Vogelbeermus, Pflaumen- und Apfelstücke abwiegen, die gleiche Menge Gelierzucker hinzufügen , zugedeckt über Nacht ziehen lassen. Dann unter Rühren zum Kochen bringen, vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Noch heiß in saubere Gläser füllen, diese sofort verschließen.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Christina

 

 

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