Raupen-Massaker

Zuerst dachte ich, das reguliert sich von allein. Mein Stachelbeerbusch sah schon eine ganze Weile nicht so gut aus. Vorgestern habe ich dann einen Schreck bekommen, als ich ihn nach einigen Tagen, in denen ich immer erst spät aus dem Büro kam und deshalb nicht beobachtet habe, mal wieder betrachtete. Der Strauch war zu fast drei Vierteln kahlgefressen. Es war schon dämmerig und da fielen sie mir auf: massenweise winzige hellgrüne Raupen. Absammeln war illusorisch…

So sah der Stachelbeerstrauch vorgestern aus.

So sah der Stachelbeerstrauch vorgestern aus.

Zunächst befragte ich das weltweite Web. Es stellte sich heraus, dass meine Stachelbeere von Stachelbeerblattwespen befallen war. Diese Viecher treten immer in Massen auf, irgendwo las ich die humorvolle Umschreibung, dass sie „den Status der Großfamilie“ lieben. Helfen würde nur Gift. Also eine Sprühflasche mit Spuzit vorbereitet, ab in den Garten und den Strauch tropfnass gegossen. Gestern bot sich dann das Bild eines Raupenfriedhofs unter dem Strauch. Ich hoffe, jetzt ist erst mal Ruhe…

Raupenfriedhof: Die kleinen giftgrünen sind die der Stachebeerblattwespe. Die gemusterte muss ich erst noch identifizieren.

Raupenfriedhof: Die kleinen giftgrünen sind die der Stachebeerblattwespe. Die gemusterte muss ich erst noch identifizieren.

 

So, jetzt gehe ich noch ein bisschen Giersch pflücken und Verblühtes ausschneiden.

 

Tschüß

Christina

 

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3 Gedanken zu „Raupen-Massaker

  1. birthesgartenzeiten

    Au Backe, das sieht ja wirklich übel aus …Das Spritzen hat denRaupen ja scheinbar wirklich den Garaus gemacht – kann man die Früchte nun noch essen? Wäre ja schade drum, der Strauch hängt ja wirklich VOLL mit Beeren. LG Birthe

    Antwort
    1. tibor42 Autor

      Ja, die konnte man noch essen. Das Mittel ist von Neudorff und auch für den Bio-Landbau zugelassen. Nach dem Spritzen drei Tage Wartezeit, dann kann geerntet werden. Ich konnte allerdings erst am 11. Juli ernten, weil ich zwischendurch für einige Tage wegen eines Trauerfalls in der Familie ins Wendland musste. Als ich zurück war, hatten viele der Beeren aufgrund der Bullenhitze am ersten Juliwochenende einen Sonnenbrand. Aber die habe ich dann kurzerhand auf einen Blechkuchen mit Rührteig gepackt. Schmeckten noch sehr gut. Den Rest ohne Sonnenbrand habe ich entsaftet und den Saft erst einmal eingefroren. War nicht viel, vielleicht ein halber Liter. Schade… LG Christina

      Antwort
  2. Pingback: Eine Woche weg gewesen und schon ist Chaos… | Harzer Garten

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