Grüne Hölle

Verwandte von uns, die im  Landkreis Lüchow-Dannenberg wohnen, haben uns gebeten, mal ihren Garten zu lichten. Gesagt, getan. In der letzten Ferienwoche sind wir hingefahren und haben innerhalb von fünfeinhalb Tagen rund 700 Quadratmeter von Brombeergestrüpp, Brennnesseln, wild ausgesamten Bäumen und andrem Dickicht befreit. Der Garten soll neu gestaltet werden, wobei die meisten der vielen Obstbäume, die unter dem Gestrüpp zum Vorschein kamen, erhalten bleiben. Auch die Beerenbüsche bleiben, und Himbeeren sollen noch dazu kommen.

woltersDSCI2420 Auf dem Hochbeet wird ausschließlich Gemüse angebaut.

Auf dem Hochbeet wird ausschließlich Gemüse angebaut.

In der Mitte des Gartens hatten die Verwandten bereits im vergangenen Jahr zwei Hochbeete anlegen lassen, weil die Oma gerne Gemüse anbauen wollte. Das ist ihr auch gelungen, und nun soll auch der überwiegende Rest des Gartens wieder kultiviert werden. Wunsch ist, dass ein immerblühender, pflegeleichter Garten entsteht. In der einen Hälfte hat ein Imker einige Bienenvölker, diese Hälfte soll wild bleiben (mit Gestrüpp, alten, halb toten Obstbäumen usw. Auch ein Waldameisenvolk hat sich dort angesiedelt).

Die andere Hälfte, die nun nach unserem Wirken erst mal ziemlich schrecklich und verwüstet aussieht, hatte sich vor kurzem ein Dachs zu seinem Quarter erwählt. Unter einem Zwetschgenbaum bzw. unter der angrenzenden Garage des Nachbarn hatte er seinen Bau. Am Ausgang lagen etwa zweieinhalb Kubikmeter Sand. Als die Nachbarn den Bau besichtigen kamen, meinte einer mit ziemlich viel Ehrfurcht in der Stimme: „Das muss man erst mal nachmachen, ohne Spaten und nur mit den Pfoten soviel Sand hochzuwühlen.“ Alle fanden das lustig, aber der Dachs wohl nicht. Der war schon am nächsten Tag verschwunden. Der Lärm von Motorsäge und Freischneider und die offenen Flächen vor seiner Wohnung waren offensichtlich nicht nach seinem Geschmack.

woltersDSCI2733 Mehrere Kubikmeter Sand hat der Dachs unter einer Garage, die an den Garten grenzt, hervorgeschoben. Daneben an der Wand ist der Eingang zum Bau.

Mehrere Kubikmeter Sand hat der Dachs unter einer Garage, die an den Garten grenzt, hervorgeschoben. Daneben an der Wand ist der Eingang zum Bau.

Nun wollen wir in einigen Wochen nochmals zu den Verwandten fahren, um schon mal die ersten neuen Sträucher zu pflanzen. Es soll eine blühende, frei stehende Hecke an der nördlichen Grundstücksgrenze entstehen. Und im Frühling sehen wir dann weiter. Bis dahin sollte der Plan für den neuen, naturnahen Garten fertig sein.

Ciao und bis bald

Christina

 

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