Erste Möhrenernte aus dem neuen Hochbeet 2013

Die Lösung für belastete Böden: ein Hochbeet

Im Frühling 2013 setzten wir einen Wunsch in die Realität um, den ich schon länger hegte: ein Hochbeet. Einmal essen wir gerne Gemüse aus dem eigenen Garten, zum anderen sind aber die Böden im Vorharz durch den jahrhundertelangen Bergbau und das Hüttenwesen sehr mit Schwermetallen belastet. Und zum guten Schluss wird man ja auch nicht jünger, das Bücken wird immer mühseliger. Also musste ein Hochbeet her.

Mit Meterstab und Millimeterpapier bewaffnet zog ich los, maß erst einmal den Garten genau aus und überlegt, wo ein Hochbeet hinpassen würde, und wie groß es maximal sein könnte. Schließlich landete ich bei der U-Form und Maßen von drei mal vier Metern an den Außenkanten. Da wir aus einem Dachdeckerbetrieb günstig dicke Rundhölzer bekommen konnten, die normalerweise auf den Dächern als Bremse gegen Schneelawinen liegen, noch einige Betonsteine, etwas Hasendraht und sehr viel Kompost hatten, brauchten wir nicht viel Material hinzu kaufen. Einige Quadratmeter Terrassendielen, acht starke Metallwinkel und los ging es.

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Mein Mann bohrte in die Metallwinkel zunächst Löcher und strich die Winkel schwarz. Dann legten wir zusammen die Betonsteine aus, so dass sich der Umriss des Beetes ergab. Auf den Boden legten wir den Hasendraht (damit Wühlmäuse und unser Maulwurf nicht durchkommen). Auf die Steine legten mein Mann und unser lieber Nachbar von gegenüber die schweren Rundhölzer, die sie mit Schrauben an den Winkeln befestigten. Gleiches machten sie mit den Terrassendielen an der blickabgewandten Seite und den Innenseiten des Hochbeetes.

Die Terrassendielen erhielten zudem noch Versteifungen aus Dachlatten, die wir auch noch liegen hatten. Dann befüllten wir das Beet. Unten hinein kamen Baum- und Strauchschnitt, grob zerkleinert. Darauf jede Menge Sägespäne (mein Mann macht unser Brennholz selbst, so dass wir noch säckeweise davon liegen hatten). Die nächste Schicht bestand aus halb verrottetem Kompost. Dann fertiger Kompost und schließlich eine etwa 20 Zentimeter dicke Schicht aus Bio-Pflanzerde für Gemüse.

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Anregungen und Anleitungen haben wir uns aus dem Buch „Das Hochbeet“ von Brigitte Kleinod geholt, das im pala-Verlag erschienen ist.

Das Hochbeet habe ich nicht nur während des Sommers, sondern auch im Winter genutzt. Im ersten Sommer wuchsen unter anderem Möhren, Mangold, Zucchini, rote Bete und Kürbisse darauf, im Spätsommer habe ich dann auf einem Teil des Hochbeetes Rettich, Mairüben und Feldsalat gezogen. Und im Spätherbst und Winter  tatsächlich gut geerntet. Gegen die Kälte habe ich ein Vlies drübergelegt.

 

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In diesem Jahr gab es Zuckerschoten (an deren Stelle läuft jetzt gerade der Rettich auf), Rote Bete, Mangold, Möhren (auch schon geerntet, da habe ich nochmal Radieschen gesät), Buschbohnen.

Bis bald

Christina

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Ein Gedanke zu „Die Lösung für belastete Böden: ein Hochbeet

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