Die Kräuterspirale ist zehn Jahre alt

Bei der Durchsicht alter Fotos aus meinem Garten ist mir aufgefallen, dass die Kräuterspirale in diesem Jahr schon zehn Jahre alt wird. Im Herbst 2004 haben mein Mann und ich sie zusammen angelegt.

Wir hatten noch einen kleinen Haufen Bauschutt liegen von dem Hausumbau 2002 (das Jahr, in dem wir hier eingezogen sind). Den haben wir in der Mitte der Spirale aufgeschüttet. Drum herum haben wir schöne Feld- und Sandsteine zu einer Schnecke aufgebaut und diese dann mit den verschiedenen Substraten (von fetter Gartenerde unten am Tümpel bis hin zu mit reichlich Sand vermischter Erde an der Spitze) aufgefüllt. Dabei haben wir die Außenmauer schrittweise aufgeschichtet und zwischendurch mit Erde befüllt. Die Steine haben wir so aufgeschichtet, dass die Mauer leicht nach innen verläuft. Trotzdem fiel bei extremen Wintern mit viel Frost mal der eine oder andere Teil der Mauer ein und musste im Frühjahr wieder neu aufgeschichtet werden. Aber so langsam haben wir den Bogen raus: Seit mehreren Jahren steht die Spirale sozusagen felsenfest.

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Eines haben wir unbewusst richtig gemacht: In allen Büchern, die ich zum Thema Kräuterschnecke zuvor gelesen hatte, stand, dass der Fuß der Kräuterschnecke nach Süden liegen sollte und dort ein Wasserbecken oder kleiner Tümpel angelegt werden sollte. Dort sollten dann feuchtigkeitsliebende Kräuter wie Brunnenkresse gepflanzt werden. Wir haben die Kräuterschnecke aber aus Platzgründen genau andersherum aufgebaut. Das Wasserbecken (ein in die Erde eingelassener Maurerkübel) liegt im Norden. Erst vor einigen Monaten habe ich dann gelesen, dass diese Ausrichtung jetzt als genau richtig angesehen werden muss. Denn erfunden wurde die Kräuterspirale als Beetform in Australien. Und dort ist eben der Süden die Himmelsrichtung, in der die Sonne nicht so heiß brennt. Bei uns ist es der Norden, und mein Sauerampfer und die Minze haben es gedankt, dass sie im Norden stehen dürfen.

spiraleBild 032 Das Wasserbecken hatten wir mit vielen Steinen gefüllt, damit Tiere, die hineinfallen, nicht ertrinken.

Das Wasserbecken hatten wir mit vielen Steinen gefüllt, damit Tiere, die hineinfallen, nicht ertrinken.

Im Wasserbecken selbst wächst seit drei Jahren ein echtes Mädesüß. Die vielen Steine, die anfangs drin lagen, haben wir später reduziert. Und noch eine Teichpumpe mit Sprudler hineingestellt, die das Wasser in Bewegung hält (damit Mücken keine Chance haben).

Weitere Pflanzen vom Wasserbecken an aufsteigend in dieser Reihenfolge: Ananasminze, Sauerampfer, Pfefferminze, Ysop, Borretsch, Frauenmantel, Lavendel, Bergbohnenkraut, Thymian (thymus vulgaris), Dost (origanum), Johanniskraut, Heiligenkraut, Diptam-Dost (origanum dictamnus), echter Salbei (salvia officinalis). Dazwischen haben Vögel oder Ameisen noch für kleine blühende Pflanzen wie Milchstern und Krokus gesorgt. Neben der Kräuterspirale wächst noch Zitronenmelisse, die ich von Zeit zu Zeit radikal abschneide, weil sie sich sonst zu sehr ausbreitet.

Soviel zu diesem Thema, zu dem ich auch gerne noch weitere Tipps geben kann.

Bis bald

Christina

 

 

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